Rückschnitt

Die Frage, ob Hostas zurückgeschnitten werden sollen oder nicht, taucht jedes Jahr aufs neue auf. Prinzipiell brauchen sie nicht zurückgeschnitten werden, jedoch hat ein Rückschnitt auch Vorteile.

Grade bei besonderen Hosta-Sorten mit speziellen Merkmalen oder bei Pflanzungen bei denen verschiedenste Sorten beieinanderstehen, ist der Schnitt des ausgeblühten Blütenstengels wichtig. Da die Blüten hier auch mit fremdem Pollen der Nachbarhostas bestäubt wurden entstehen Kreuzungen zwischen den einzelnen Sorten. Werden die Blütenstände nicht rechtzeitig geschnitten, können die Hybridsamen ausfallen und die entstehenden Jungpflanzen im Laufe der Jahre die ursprüngliche Anpflanzung verdrängen.

Beim Laub scheiden sich wie so oft die Geister und Geschmäcker. Bereits das herbstliche Farbenspiel verbietet einen frühen Schnitt des Hosta-Laubes. Zudem bieten die welkenden Blätter Nahrung und Unterschlupf für Insekten und andere Kleintiere sowie einen natürlichen Frostschutz. Idealerweise sollte im Frühjahr, kurz vor dem neuen Austrieb der Hostas, das restliche Laub des Vorjahres entfernt werden.

Wer sich ästhetisch von welkenden Blättern gestört fühlt, und seine Hostas ensprechend bereits im Herbst zurückschneidet, darf nicht vergessen, den dadurch verlorenen Winterschutz wiederherzustellen. Im einfachsten Fall kann dies durch Abdeckung des Hostabeetes mit Tannenreisig oder ähnlichen Materialien erreicht werden.